Warum muss man überhaupt Blut spenden?

Ganz einfach: Weil es kein künstliches Blut gibt. Blut ist durch nichts zu ersetzen, denn Blut ist etwas Lebendiges: Es ist ein Organ, das aus vielen kleinen Zellen und Teilchen besteht. Jedes für sich hat eine notwendige Funktion, wie zum Beispiel den Transport von Sauerstoff und Nährstoffen, die Abwehr von Krankheitserregern, die Blutstillung und den Wärmetransport innerhalb des Körpers. Das lebenswichtige Blut mit seinen vielfältigen Funktionen kann nur der Körper selbst bilden. Deswegen ist es so wichtig, dass es Menschen gibt, die ihr Blut für Kranke und Verletzte spenden.

Ja, aber - schadet Blutspenden denn nicht der Gesundheit?

Nein, keine Sorge. Ein Blutspender wird sogar "im Gegenteil" sagen. Die gespendete Blutmenge ist im Verhältnis zur Gesamtblutmenge des Körpers so gering, dass der Verlust vom Organismus schnell wieder ausgeglichen wird. Die für die Abwehr von Krankheitskeimen besonders wichtigen weißen Blutkörperchen und die Blutflüssigkeit, das sogenannte "Plasma", werden schon innerhalb nur eines Tages ersetzt, bei den roten Blutkörperchen dauert es etwas länger. Aber auch während dieser Zeit können Sie sicher sein: Ihr Wohlbefinden und Ihre Leistungsfähigkeit werden durch die Blutspende nicht beeinträchtigt. Manche erfahrenen Blutspender berichten sogar vom Gegenteil.

Und was habe ich davon, wenn ich Blut spende?

Wir meinen: Eine ganze Menge. Zunächst erfahren Sie Ihre Blutgruppe mit dem Rhesusfaktor - eingetragen in Ihrem persönlichen Unfallhilfe- und Blutspenderpass. Außerdem durchläuft Ihr Blut für den Empfänger, aber auch für Sie wichtige Laboruntersuchungen:

  • Ein Antikörper-Suchtest spürt Substanzen auf, die gegen körperfremde Blutzellen gerichtet sind und bei Bluttransfusionen gefährliche Zwischenfälle verursachen können.
  • Getestet wird außerdem, ob die Geschlechtskrankheit Syphilis oder Antikörper gegen die Erreger des HIV der Immunschwäche AIDS vorliegen.
  • Weiterhin kann man eine entzündliche Lebererkrankung bzw. eine vorübergehende Leberfunktionsstörung feststellen.

Weichen die Ergebnisse der Laboruntersuchungen von der Norm ab, werden Sie vom Blutspendedienst unterrichtet, und auf Wunsch wird Ihrem Hausarzt der Befund mitgeteilt. Neben dem Unfallhilfe- und Blutspenderpass haben Sie also auch noch eine gewisse Kontrolle Ihrer Gesundheit. Und natürlich das gute Gefühl, einem kranken oder verletzten Mitmenschen geholfen zu haben.

Warum werden mir - wenn ich schon freiwillig spende - so viele unangenehme Fragen gestellt?

Weil der Arzt nur durch eine umfassende Befragung vor der Spende erkennen kann, ob für Spender oder Empfänger ein Risiko besteht. Zwei Beispiele:

Ein Herzinfarkt kann, auch wenn er Jahre zurückliegt, Ursache für einen Zwischenfall während der Spende sein.

Eine auf einer Tropenreise erfolgte Malariaansteckung kann viele Monate "stumm" bleiben - trotzdem kann das Blut des Infizierten die Malaria auf den Empfänger übertragen.

Die Sicherheit von Spender und Empfänger erfordert deshalb vor der Blutspende eine intensive Befragung unter ganz speziellen Gesichtspunkten. Noch viel wichtiger aber ist das Verantwortungsbewusstsein des Blutspenders, überlegt und ehrlich zu antworten.

Warum gibt es beim Roten Kreuz kein Geld für die Blutspende?

Blut darf nicht zur Handelsware werden. Blut ist durch nichts zu ersetzen. Deshalb ist Blutspenden eine Hilfe auf Gegenseitigkeit, aus der niemand einen finanziellen Nutzen ziehen soll. Mit Unterstützung von verschiedenen internationalen Institutionen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) arbeiten die Blutspendedienste des Roten Kreuzes weltweit auf der Grundlage strenger ethischer Normen, zu denen auch das Prinzip der Unentgeltlichkeit gehört. Niemand soll aus finanzieller Not zur Blutspende gebracht werden. Auch müssen jedem Patienten - ungeachtet seiner finanziellen Lage - Blut oder Blutprodukte verabreicht werden können. Dieser ethische Grundsatz wird von vielen mitgetragen, zum Beispiel auch von den Helferinnen und Helfern des Roten Kreuzes, die für ihre Mitarbeit bei Blutspendeaktionen kein Geld erhalten.Die DRK-Blutspendedienste arbeiten gemeinnützig nach dem Prinzip der Kostendeckung. Das heißt: Kosten, die für die Blutkonserve tatsächlich anfallen, müssen den belieferten Krankenhäusern in Rechnung gestellt werden. Nicht mehr und nicht weniger. Diese Kosten setzen sich zusammen aus: Blutentnahme, Aufbereitung, Laboruntersuchung, Transport, Forschung und Entwicklung, Personal und Material. Gewinne dürfen DRK-Blutspendedienste als gemeinnützige Einrichtungen nach ihren Satzungen und Gesellschaftsverträgen nicht erzielen. Darüber wachen DRK-Gremien, Wirtschaftsprüfungsgesellschaften und die Finanzbehörden.

Noch Fragen? Informieren Sie sich auf der Internetseite des Blutspendedienstes des Bayerischen Roten Kreuzes

Kontakt:

BRK Bereitschaft

Feuchtwangen

 

Walkmühlweg 9

91555 Feuchtwangen

 

Tel: (09852) 2313

Fax: (09852) 61 69 719

eMail: info@brkfeuchtwangen.de

 

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